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2 (1840) Übungsbuch
Entstehung
Seite
57
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Vom Münzwesen.57da jene Bestimmung gewöhnlich in Gulden angegeben wird, auchGuldenfuß. Seit 1524, in welchem Jahre in Deutschland eine allge-meine Reichs=Münzordnung zu Stande kam, bedient man sich inganz Deutschland beim Munzen der kölnischen Mark. Der Münz-wardein ist verpflichtet, darauf zu achten, daß das Münzmetall dengesetzlichen Gehalt bekomme, und der Münzmeister hat die Aufsichtüber das Münzen selbst. Da es aber schwer hält, dem Metalle denbestimmten Gehalt und den Münzen das gesetzliche Gewicht ganz ge-nau zu geben, so ist eine kleine Abweichung vom Münzgesetz gestat-tet, welche unter den Namen Remedium bekannt ist.Es ist in mancher Hinsicht angenehm und nützlich, die Berechnung,welche das Münzwesen darbietet, zu verstehen. Ohne diese Kenntnisseist man nicht im Stande, den Werth der alten Münzen, die Abga-ben, Schulden, den Preis der Dinge aus früherer Zeit, für unsereGegenwart richtig zu schätzen, den Werth ausländischer Münzsortenund das gegenseitige Verhältniß der Münzsorten überhaupt zu be-stimmen. (Manche wichtige Begebenheiten der Vorzeit sind uns nurdurch Münzen bekannt.) Einige Berechnungen dieser Art werden esdeutlich machen, wie überhaupt dabei zu verfahren ist.Die neue preußische Münzordnung vom 30. September1821 bestimmt, daß aus einer kölnischen Mark feinem Silber14 Thaler sollen geprägt werden. Ein Thaler soll 216,288¼ reines Silber enthalten und ¼ Kupfer. Das reine Me-tall verhält sich also zu dem legirten wie 216: 288 oder wie12: 16 oder wie 3: 4. Wiegt also das reine Metall in14 Thaler 16 Loth, so wird die legirte Masse, aus welcher14 Thaler geprägt werden, 21⅓ Loth wiegen. Denn 3: 4= 16 : X, wo x = 21, d. h. zu 3 Loth feinem Silbergehören gesetzlich 4 Loth legirtes Silber, wie viel Theile vondiesem werden dann zu 16 Loth reinem Silber gehören?-21 Loth. Das Schrotgewicht von 14 Thaler ist also 21 Loth6421⅓111und jeder Thaler wiegt21 Loth.1442Da die köln. Mark 16 Loth oder 4864 holl. schwer ist,so ist das Schrotgewicht des preuß. Thalers in holl.463 5/21 und das Korn 347 3/7.In Betreff der Scheidemünze ist noch zu merken, daß dierauhe Mark 3 5/2 Loth oder 64 Grän feines Silber enthältund daraus 106½ Silbergroschen geprägt werden. Die feineMark wird darnach zu 480 Sgr. oder zu 16 Thalern aus-gebracht, denn: