31befahl den Abmarsch in drei Colonnen. Die ganze Nacht hindurchzogen die Colonnen westwärts über Kukum, Jüchen und Wickrath,Erkelenz links liegen lassend, bis nach Wassenberg. Hier wurdeam 25. Juli ein neues Lager bezogen, mit dem rechten Flügelgegen die Roer, Front gegen Erkelenz. Die preußische Cavallerieunter dem Prinzen von Holstein auf den Höhen von Orken, undder General von Wangenheim mit 6 Bataillonen und 8 Escadrons an der Erft und dem Uebergange bei Pfaffenmütz, warenzur Deckung des Abmarsches stehen geblieben. Nach erfolgtemAbzuge schlossen sie sich als Nachhut an. Die bei Gnadenthalstehenden Bataillone der Düsseldorfer Garnison marschirten dort-hin zurück, wobei jedoch das Bataillon Bückeburg mit dem Ba-taillon Scheiter tauschte, indem Ersteres nach Düsseldorf zumGeneral Hardenberg ging, während Letzteres, — nicht mit demFreicorps von Scheiter zu verwechseln — sich dem GeneralWangenheim anschloß. Der beschwerliche Nachtmarsch war beischlechtem Wetter, welches die Wege fast grundlos gemacht undden Transport der Bagage und der Artillerie sehr behinderthatte, dennoch glücklich ausgeführt worden, — „jedoch büßtenwir auf diesem forcirten Marsch nur 1 Unteroffizier und 4 Mannvom hessischen Regiment Fürstenberg ein, alles übrige, Artillerieund Bagage, kam, ohne großen Schaden erlitten zu habenglücklich im Wassenberger Lager an“ 2c. — sagt der officielleBericht.Hier, im Lager von Wassenberg, erhielt der Herzog am27. Juli die Bestätigung seiner schon am 23. ausgesprochenenAhnung durch einen vom Schlachtfelde von Sandershausen abge-schickten Courier des Prinzen von Isenburg. Bis 7 Uhr Abendshatte das kleine Häuflein der braven Hessen der feindlichen Ueber-macht Stand gehalten, dann aber den Rückzug antreten müssen,unverfolgt vom Feinde, der in Cassel und Umgegend stehen blieb.Es ist leicht zu ermessen, welchen Eindruck diese Nachrichtenauf den Herzog machen mußten. Mit größter Besorgniß sah erdem weiteren Vorgehen der Franzosen in Hessen entgegen, unddiese Besorgnisse waren genügend gerechtfertigt, da fast alle An-ordnungen, welche Ferdinand für die Vertheidigung des Landesdort eingeleitet hatte, durch die Sorglosigkeit des hannoverschenMinisteriums nicht zur Ausführung gekommen waren. Wederfür die Instandsetzung der Festung Hameln noch für die Bewaff-
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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
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