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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
Seite
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32nung der Bewohner des Sollings und für die Organisation einesSchützen= und Jäger=Regiments war etwas geschehen. Bitterbeklagt sich der Herzog darüber in einem späteren Briefe anKönig Friedrich und spricht es sogar aus: daß man bei derNachricht von der Niederlage des Prinzen Isenburg an nichtsweiter gedacht habe, als die werthen Personen des Ministeriumsund der gesammten hohen Generalität in Sicherheit zu bringen.Der Marquis von Contades glaubte das siegreiche Vor-gehen der Armee von Soubise in Hessen nicht unbenutzt vor-übergehen lassen zu dürfen. Den Eindruck, welche die Nachrichtder Schlacht bei Sandershausen auf den Herzog Ferdinandgemacht haben müsse, hoffte er durch die daran zu knüpfendeneigenen Operationen noch verstärken zu können. Er verließ deshalb seine Stellung an der Erft und folgte dem Zuge desGegners, zunächst durch Entsendungen starker Detachements nachder Niers, um sich mit der Festung Geldern in Verbindung zusetzen. Der Major Dübois von der hannoverschen Reiterei, welchervom Herzog aus dem Lager von Wassenberg mit 150 Reiternnach Gladbach entsendet wurde, um den Marsch dieser Detachements zu erkunden und über deren Stärke und Zweck zu berich-ten, wollte am 28. Juli über Dahlen zurückkehren. Dort fander jedoch schon feindliche Detachements und bog nach Waldnielaus. Aber auch hier entging er der Aufmerksamkeit des Feindesnicht, sondern wurde in dreifach überlegener Zahl angegriffenund entkam nur mit Mühe nach Roermonde, nachdem er 32 Mannund 31 Pferde eingebüßt hatte.Gleichzeitig lief die Meldung ein, daß die Spitzen der fran-zösischen Armee am 28. Juli bei Erkelenz eingetroffen seien.Näheres konnte der Herzog darüber nicht erfahren, da die fran-zösischen leichten Truppen, von denen man in der ersten Periodedes Feldzuges nur selten beunruhigt worden, jetzt das Lager vonallen Seiten umschwärmten, so daß kleinere Detachirungen zumRecognosciren nur unter großer Gefahr des Verlustes gemachtwerden konnten. Die Stellung bei Wassenberg wurde unter diesenUmständen immer bedenklicher, um so mehr, da aus den Anord-nungen und Bewegungen des Feindes, durch Vorschieben einzelnerAbtheilungen und Corps nach Beckerath und Beek, auf Absichtengegen die linke Flanke und somit auf ein Abdrängen von dereinzigen Rückzugs= und Verbindungslinie nach dem Rheine der