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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
Seite
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29III.Forschen wir nach den Gründen, welche den Herzog zudieser unerwarteten Verlegung des speziellen Kriegsschauplatzesan der Erft und dem Rheine an die Roer und Maas veranlaßthaben, so finden wir in der Correspondenz Ferdinands anden König Friedrich und an Lord Holdernesse genügende undausführliche Auskunft.In dem Schreiben an den König, aus Bedburdyck den 23.Juli, setzt er diesen von der augenblicklichen Lage in Kenntniß,wobei zunächst das Vorgehen des Prinzen Soubise in Hessennach seiner ganzen strategischen Wichtigkeit gewürdigt wird.DerPrinz von Soubise ist von neuem dort eingedrungen und hat,wie ich glaube, bereits Cassel in Besitz genommen, schreibt derHerzog, und sprach hiermit eine richtige Ahnung aus: dennwissen konnte er es noch nicht, da zu jener Zeit noch kein elektri-scher Telegraph Nachrichten mit Blitzesschnelle durch die Weltverbreitete, daß gerade an diesem Tage, 23. Juli, wo der Herzogschrieb, die Avantgarde des Corps von Soubise VormittagsCassel besetzte und den Prinzen von Isenburg trotz verzweifelterGegenwehr bei Sandershausen schlug.Ich hoffe, fährt er fort,daß man den Feind nicht die Weser passiren lasse oder ihnwenigstens verhindern werde, sich in den braunschweigischenStaaten von neuem festzusetzen. 2c. Nachdem nun die bisherstattgefundenen Ereignisse an der Erft mitgetheilt worden, heißtes ferner in dem Schreiben:Anfänglich hielt ich es für nöthig,auf's neue über Bedburdyck vorzudringen; nach einigem Nach-denken über meine Lage und die des Feindes schien es mir jedochbesser mein Vorhaben aufzugeben, um so mehr, als seit Kurzemein angeblich 15000 Mann starkes französisches Corps in derUmgegend von Roermonde steht, und die Garnison von GeldernVerstärkung an Cavallerie erhalten hat. Ich habe mich deshalbentschlossen, unerwartet gegen die Maas vorzugehen, mich der