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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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I.Die Schlacht bei Crefeld war geschlagen. Mit 35 Bataillonenund 55 Schwadronen, deren Stärke sich auf etwa 30000 Mannberechnet, von denen jedoch nur 16 Bataillone und vielleicht12 Schwadronen wirklich zum Schlagen gekommen waren, hatteHerzog Ferdinand von Braunschweig das auf der Haidebei Fischeln hinter der Landwehr aufgestellte französische Heervon 91 Bataillons und 109 Escadrons, in der Stärke von etwa47000 Mann, durch einen kühnen Flankenmarsch und energischenAngriff zum Rückzuge genöthigt, obgleich dessen ganzer rechterFlügel allein an Zahl den Verbündeten fast noch überlegengar nicht im Gefecht gewesen war.Unter keiner Bedingungwerde ich mich dazu verstehen ein Seitenstück zur Schlacht vonRosbach zu liefern hatte der französische Oberfeldherr schonfrüher an den Kriegsminister Marschall von Belle=Isle geschrieben,und um diesem Schicksal sich nicht auszusetzen überließ er denVerbündeten das Schlachtfeld. Louis von Bourbon=Condé, Grafvon Clermont, war es, der jüngste Sohn aus der Ehe desHerzogs von Bourbon mit einer Tochter Ludwig's des XIV. undder Frau von Montespan. Als jüngerer Sohn (cadet) war er,nach damaligem Brauch, dem geistlichen Stande gewidmet wordenund hatte, nach Empfang der Weihen durch den Cardinal vonNoailles, vom Könige die Abteien Bec, St. Cloud, Marmoutierund Chalis als einträgliche Pfründen erhalten. Aber schon imJahre 1733 vertauschte er mit Bewilligung des Papstesdas geistliche Gewand mit dem Waffenrock und hatte seit dieserZeit fünfundzwanzig Jahre hindurch allen Feldzügen der Franzosenin Deutschland und in Flandern beigewohnt. Im Vollgenußseiner geistlichen Pfründen war er nicht nur verblieben, sondernhatte noch die reiche Abtei von Saint=Germain=des=Près dazuerhalten, so daß er von den Soldaten spottweise nur gle généraldes Bénédictins genannt wurde. Diesmal an der Spitze seiner