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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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15werpen wurde Hals über Kopf in Vertheidigungszustand gesetztund drei österreichische Bataillone als Besatzung hinein gelegt.Dies Alles bewirkten 800 streifende Reiter! Reiche Beutean Geld, Lebensmitteln und Fourage nebst einer großen ZahlGeißeln mit sich führend, kehrten sie von ihrem Streifzuge zurücknach Roermonde und, als sie dort den Erbprinzen nicht mehrfanden, zur Armee.Unterdessen hatte der Erbprinz sich bei Wassenberg mit demPrinzen von Holstein vereinigt, welcher ebenfalls am 27. Junimit 13 Escadrons vom Herzog Ferdinand entsendet wordenwar, um in der Gegend von Gladbach und Rheidt Stellung zunehmen und somit die Verbindung zwischen dem Erbprinzen ander Maas und dem Hauptheere aufrecht zu halten. Beide ver-einte Detachements wendeten sich nun gegen Jülich, um dieAusführung des dritten Punktes des entworfenen Operationsplanes einzuleiten. Ihre Vortruppen streiften bis an die Thoreder Festung und das Land zwischen Erft, Roer und Maas wurdeebenfalls zu starken Contributionen und Fouragirungen herangezogen.Im Hauptquartier zu Osterath waren während dieser Ereig-nisse Meldungen des verschiedensten Inhaltes eingetroffen.BeiLüttich, hinter der Karthause solle ein starkes, aus Infanterie undCavallerie zusammengesetztes französisches Corps im Lager stehen,und ein zweites Corps, angeblich 10000 Mann stark, werde dortjeden Augenblick aus Brabant erwartet; so lautete die Nachricht.Sie war in so fern richtig, da die in Folge des obenerwähntenStreifzuges angeordneten Märsche und Zusammenziehungen vonTruppen den Kern derselben bildeten; nur in der Zahl war siesehr übertrieben. Nicht minder wichtig war eine andere Meldung:daß ein mehrere tausend Mann starkes französisches Corps beiCöln auf das rechte Rheinufer übergegangen sei. Es konntehieraus auf einen beabsichtigten Entsatz von Düsseldorf oder aufausgedehntere Operationen auf die Verbindungs= und Rückzugs-Linie der weit vorpoussirten verbündeten Armee geschlossen werden. Da aber zugleich von anderer Seite auch die Nachricht ein-ging, daß Graf Clermont die Bagage nach Jülich abführenlasse und die Magazine und das Hospital aus Cöln in Sicherheitzu bringen trachte, so blieb der Herzog in vollständiger Unge-schreibt er unter demwißheit.Ich komme zu dem Schluß