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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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161. Juli an den König von England,daß der Gegner wederim Allgemeinen noch im Besonderen einen bestimmten Plan ver-folge. Ohne deshalb die Rückkehr des wegen der DüsseldorferCapitulation an den Kurfürsten nach Mannheim entsendetenCouriers abzuwarten, beschloß er, die Expedition gegen Jülichaufzunehmen.Demgemäß wurden der Erbprinz und der Prinz von Hol-stein angewiesen, sich mit ihren vorgeschobenen Abtheilungen beiKukum*) zu sammeln und dort als Avantgarde Posto zu fassen.Dann brach am 2. Juli die Armee aus dem Lager von Osterathauf und bezog ein neues Lager bei dem Kloster St. NicolasHerzog Ferdinand nahm sein Hauptquartier auf dem SchlosseDyck; in dieser neuen Stellung wollte er den Verlauf der Ver-handlungen wegen der Uebergabe von Düsseldorf abwarten. Esfiel nun weiter nichts von Bedeutung vor, als einige Streifzügenach der Roer, wo die Avantgarde bis nach Titz, ganz in dieNähe der Festung, vorrückte. Die französische Armee stand unter-dessen unbeweglich in ihrem Lager vor Cöln, und der Herzogerhielt die genauesten Mittheilungen über Alles, was dort vor-ging, da der Lager= und Wachdienst so nachlässig betrieben wurde,daß sogar die bei der freien Reichsstadt Cöln accreditirten diplo-matischen Agenten von Preußen und England im Lager freiein= und ausgingen und nicht versäumten dem Herzog ihre Wahr-nehmungen mitzutheilen.Inzwischen war am 5. Juli der nach Mannheim entsendetekurpfälzische Major von Quendel zurückgekehrt und hatte dieGenehmigung des Kurfürsten zu den Capitulations=Bedingungenüberbracht. Am 7. Juli fand die Unterzeichnung und Auswechselung derselben statt, und am 8. Juli Abends rückten die drei zurBesatzung bestimmten hannoverschen Bataillone Wangenheim,Hardenberg und Scheiter in die Stadt ein und besetzten sämmt-liche Wachen. Die französischen und pfälzischen Bataillone, denen*) Die gleichzeitigen Berichte habenCochem; es kann aber nurKukum sein, denn der Ort wird näher bezeichnet alshinter der Landwehrvon Erkelenz gelegen. Dadurch fällt auch der Zweifel fort, ob vielleichtJüchen gemeint sei, welches allerdings zur Aufstellung der Avantgardenäher gelegen. Die örtliche Aussprache des Namens, welcheKokkem lautet,konnte leicht zu der SchreibartCochem veranlassen.