bleibend. Am 27. Juni ließ Herzog Ferdinand ein neuesLager bei Osterath beziehen. Ein weiteres Vorgehen war nichtwohl zulässig, da alle ferneren Operationen aus den vom Feindenoch besetzten festen Plätzen Wesel, Geldern, Düsseldorf, Roermondeund Jülich bedroht werden konnten Zwei dieser Plätze — diepreußischen Festungen Wesel und Geldern — lagen noch imRücken der Verbündeten. Die Besatzung von Wesel konnte zwarauf dem linken Rheinufer von dem bei Rheinberg und Moersunter dem General von Zastrow zurückgelassenen Detachementvon 2 Bataillonen (1 hannoversches und 1 hessisches) und 1 Es-cadron beobachtet und auf dem rechten Rheinufer von dem zumSchutz der Brücke zu Rees aufgestellten Corps des General vonImhoff in der Stärke von 4 Bataillonen (1 hessisches, 2 braun-schweigsche und 1 Sachsen=Gotha) und 4 Escadrons hannoverscherDragoner nebst einer Abtheilung bückeburgischer Reiter im Schachgehalten werden, aber es war schwer zu verhindern, daß dieGarnison Parteien entsendete, welche die Zufuhrlinien des ver-bündeten Heeres ernstlich zu beunruhigen im Stande waren.Fast noch mehr war dies der Fall in Bezug auf Geldern. Dorthinhatten sich bei dem allgemeinen Rückzuge der Franzosen eineEscadron Husaren und eine Escadron der Volontaires-Royauxgeworfen, deren Patrouillen bis Straelen, Crefeld und Venlo imRücken der Verbündeten streiften und alle Transporte unsichermachten.Vor sich und auf den Flügeln hatte Herzog Ferdinandnoch die kurpfälzischen Festungen Düsseldorf und Jülich, von denFranzosen mitbesetzt, und die österreichisch=niederländische FestungRoermonde, mit französischer und österreichischer Garnison; unterden Mauern von Cöln aber lagerte das an Zahl noch bedeutendüberlegene französische Heer. Ein einziger Marsch zu weit vor-wärts hätte — einem mehr wachsamen und unternehmendenFeinde gegenüber — große Verlegenheiten herbeiführen können.Der Herzog glaubte daher seinen Sieg bei Crefeld am vollstän-digsten zu verwerthen, wenn er sich möglichst schnell zum Meisterder genannten Plätze zu machen suchte. Aus Mangel eines Be-lagerungs=Parks und der nöthigen Ingenieure konnte gegen denwichtigsten Platz — Wesel — nichts unternommen werden, wovonnur einiger Erfolg vorauszusehen wäre. Auch war der Herzogweniger dazu geneigt, da hiermit, so wie mit einer Expedition
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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
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