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Kriegsschauplatz an der Erft und Roer im Sommer 1758 : nebst einer Uebersichtskarte
Entstehung
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10gegen Geldern, eine rückgängige Bewegung hätte verbunden werdenmüssen, welche er unter allen Umständen vermeiden wollte. Erwählte daher Düsseldorf, Roermonde und Jülich als nächsteOperations= Objecte: Düsseldorf, um eine nähere und mehr ge-sicherte Verbindung mit dem rechten Rheinufer zu erhalten, welchejetzt nur mittelst der mehr als 9 Meilen rückwärts gelegenenBrücke bei Rees vorhanden war; Roermonde um dadurch festenFuß an der Maas zu gewinnen, von wo aus Streifzüge in feind-liches Gebiet gemacht werden konnten; endlich Jülich, um aufdiesem Wege, dem bisherigen Operations=System getreu, durchBedrohung der linken Flanke den Feind zum Verlassen der Stellungbei Cöln zu nöthigen.Außer diesen strategischen Erwägungen blieben aber nochwichtige politische, und diplomatische Bedenken zu erledigen. Zu-nächst suchte Herzog Ferdinand England zu größerer Thätigkeitzu bewegen. Der glückliche Ausgang der Crefelder Schlacht,dessen Bekanntwerden das ganze Land mit Freude erfüllte, hatteauch das Parlament geneigter gestimmt, größere Mittel zur Führungdes Krieges zu bewilligen. Zu den schon früher in Aussicht ge-stellten 10 Escadrons englischer Reiterei worunter Inneskillenund Gray-Horses oder Scotsh-Grays, Regimenter, derenNamen noch heute in der englischen Armee einen guten Klanghaben versprach der Leiter des Kriegsdepartements, LordHoldernesse, noch die schleunige Einschiffung von 3 BataillonenInfanterie und noch einem Dragoner=Regiment, welche binnenkurzer Zeit in Emden landen sollten. Der Herzog entsendetedeshalb schon jetzt den Major von Honstedt vom hannoverschenRegiment Hardenberg dorthin, um den Marsch dieser Verstärkungs-truppen nach dem Kriegsschauplatze zu ordnen.Die diplomatischen Verhandlungen, welche der Herzog sicheifrigst angelegen sein ließ, bezogen sich hauptsächlich darauf: dieRepublik der vereinigten Niederlande zum Aufgeben der bis dahinstrenge beobachteten Neutralität und zur Theilnahme an demBündniß zwischen Preußen und England gegen Frankreich zubestimmen. Allein so große Hoffnungen Herzog Ferdinand aufderen Gelingen gesetzt haben mochte, so blieben sie ohne Resultat.Vergebens bemühten sich die verwittwete Erbstatthalterin Annavon Oranien, die Schwester des Königs von England und vor-mundschaftliche Regentin für ihren Sohn, den späteren Erbstatt-