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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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140und übergab seine Seele desselben Tages dem Herrn.Seit jener Zeit, sagt die Legende, fand jeder Ordens-bruder, dessen Lebensende nahte, auf seinem Chorsitzeeine weiße Rose, und da es sich einst begab, daß einemjungen Mönche dieselbe zu Theil wurde; der sich nochnicht nach dem Tode sehnte, so schob er unvermerkt dieRose seinem Nachbar hin. Plötzlich färbte sich die Roseblutroth und nach drei Stunden waren beide MöncheLeichen. Seit jenem frevlen Beginnen aber wurde dasWarnungszeichen nie mehr auf den Chorſtühlen vonAltenberg gesehen.Die rothe und die weiße Rose aber blieben einbedeutsames Zeichen für das Kloster und noch in neuererZeit fand man ſie in den Wänden eingefügt.Adolph ward neben seinem Bruder im Chore zurErde bestattet, aber die Bruderliebe, die das Grab über-dauerte, litt die Trennung nicht. Zum Erstaunen derMönche fand man am andern Morgen die Gruft Adolphseingestürzt und seine Leiche im Grabe Eberhards. Ueberdemselben aber waren zwei Lilienstengel emporgesproßt,) Als später der heilige Engelbert von Berg, Erzbischof vonCöln, vom Grafen Isenburg am Gevelsberg ermordetwurde, wollten die Grafen von Berg das also beschimpfteWappen nicht mehr tragen und nahmen ein anderes an.