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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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119Das Geräusch des hohen Festes wich bald derklösterlichen Stille und den geistlichen Uebungen in Gebetund Betrachtungen, so wie der Erfüllung guter undnützlicher Werke. In allen diesen Punkten strahlte Eber-hard als ein Muster und eine Leuchte der Frömmigkeitseinen 12 Brüdern voran, und keiner war darunter, derihn nicht wie einen Vater verehrte.Graf Adolph sah diese Inbrunst der Andacht nichtohne Rührung, und zuweilen überkam ihn selbst eineAnwandlung heiliger Empfindung und stiller Gottesver-ehrung, die sich um so mehr ausbildete, als er den ge-liebten Bruder nur ungern und auf kurze Zeit verlassenmochte. Um immer das Vergnügen seiner Gegenwartzu genießen und sich nie mehr von ihm trennen zu dür-fen, übergab er endlich die Regierung seines Landesseinem Sohne, legte Schwerdt und Harnisch auf denAltar und zog das weiße Mönchsgewand an, welchessein vielgeliebter Bruder trug.Wie glücklich fühlte er sich nun, daß er immerfortmit Eberhard vereinigt, an dessen Uebungen der Gott-Als einfache Mönche, dieseligkeit theilnehmen konnte.trotz ihres hohen Ranges vor keinem der übrigen Brüderetwas voraus haben wollten, wohnten sie in der engen