117Vererst ging der Zug nach Altena, wo der längstals todt Beweinte von seiner frommen SchwägerinAleide und seinem Neffen Adolph mit großer Freudeempfangen wurde. Unübersehbare Massen braver West-phalen hatten sich vor der Burg versammelt, den gelieb-ten Landesvater und den verloren geglaubten Eberhardzu sehen; auch Erzbischof Bruno fand sich auf demSchlosse ein, seinen Oheim und Lehrer in warmer Liebezu umarmen.Eberhard aber sehnte sich nach der Ruhe und demKlosterleben und Adolph drang vergebens in ihn, nocheinige Zeit auf seinem Schlosse zu verweilen. Da ernun sah, daß alle Bitten vergeblich waren, ließ er eineUrkunde aufsetzen, worin seinem Bruder das väterlicheSchloß, die Burg Berge im Dhünthale mit hinreichen-den Grundstücken und Renten zur Errichtung eines Klo-sters zugesagt wurde; auch vermochte er die frommeGisela, die Gemahlin seines Vetters, des LandgrafenSozzo, daß diese ihm den Berg des heiligen Georgmit den dazu gehörigen Grundstücken zu demselben Zweckeabtrat.Auf dem Schlosse Berge wurde nun gezimmert undgemauert, wie es die baulichen Veränderungen noth-wendig machten. Tag und Nacht ruhten Hammer und
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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117
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