116gründet werden sollte und gab ihnen seine Einwilligungund seinen Segen.Nun duldete es unsern Adolph nicht länger imKloster und er drängte mit Ungestüm auf die Abreise,die dann auch bald erfolgte. Der ganze Convent beglei-tete sie eine Strecke Weges und der Pächter, bei wel-chem Eberhard die Säue gehütet, sein Weib, seineKnechte und Mägde kamen herbei, um dem frommenMönche die Hände zu küssen und sich seinen Gebeten zuempfehlen.Mit Blitzesgeschwindigkeit hatte sich rings im Landedie Kunde verbreitet, daß der Bruder des wunderbarenMönchs gekommen sei, um denselben nach Deutschlandzurückzuführen; deßhalb liefen auf allen Wegen die Neu-gierigen zusammen, das Bruderpaar zu sehen und ihneneine Strecke zu folgen.Am Rheine hatte Gert mit begeisterten Wortendie Heiligkeit seines Herrn Eberhard geschildert, so daßdas ganze Land in freudiger Erregung seiner Rückkehrharrte. Ihre Heimkehr glich dem Krönungszuge einesgewaltigen Kaisers, denn da war keine Hütte im ganzenLande, deren Bewohner nicht herbeiströmten, den from-men Vater Eberhard zu sehen und sein Gewand oderseine Hände zu küssen.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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116
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