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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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115trauerndem Herzen zum Abschiede anschicken, als ihm einglücklicher Gedanke kam. Er eilte zu Eberhard undWohl sehe ich, daß dein Gelübde ein heiligessprach:ist, dem du nicht untreu werden darfst, ohne von Gottund deinem Gewissen gestraft zu werden; aber die Er-füllung desselben ist ja nicht an einen Ort gebundenso komm denn mit mir in die Heimath und auf unserSchloß Berge, das du zu einem Kloster einrichten magum dort deinem Gelübde treu zu lebenEberhard hatte häufig den Entschluß gefaßt, alsSelbstverbannter die Orte zu meiden, wo er einst soglücklich geweſen, wo alle Erinnerungen ſeiner Kindheitso duftig blühten, dagegen sein Leben an der Stätte zuverbringen, die ihn immerfort an das vergossene Blutmahnen mußte; aber er gedachte jetzt, daß es lieblossein würde, dem Bruder alles zu versagen und ihn mitblutendem Herzen heimziehen zu lassen, darum erklärte ersich nach langer Erwägung mit diesem Vorschlage ein-verstanden und beide gingen zum Abte Otto, dessenGenehmigung zu erlangen. Ungern sah dieser den from-men Mönch scheiden, aber er betrachtete es als einenWink des Herrn, daß durch diese wunderbare Fügungvon Morimond aus das zweite Kloster am Rheine ge-