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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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112Adolph war am bewegtesten, das Wiedersehen wirkteum so erschütternder auf ihn, da er den Geliebten längstaufgegeben und als todt beweint hatte. Bei Gert'sNachricht hatte ihn der Zug des Herzens hinweggetrie-ben, aber immer hatte er noch nicht ohne allen Zweifelan die Wahrheit seiner Aussage glauben können. Jetztaber hielt er ihn leibhaftig und körperlich in den Armen;eine Täuschung war nicht möglich. Zwar schob sich dasMönchsgewand zwischen sie wie eine trennende Scheide-wand und er hätte ihn lieber hoch zu Rosse mit Rüstungund Panzerhandschuhen und funkelndem Schwerdte ge-sehen; doch er hatte ihn ja selbst, wie sollte er mäkelnum des Gewandes willen.Keiner von ihnen konnte ein Wort der Mittheilungaus der übervollen Brust hervorbringen, die vor Freude zuzerspringen drohte; lange hielten sie sich stumm verschlungenumarmt, dann machte sich die Freude und Bruderliebein einem Strome von seligen Thränen Luft, so daßselbst die Mönche und Abt Otto, welche um die Brüderherumstanden, die Rührung nicht unterdrücken konnten.Der Abt. bot Alles auf, was das Kloster vermochte,um den Grafen zu ehren und ihm den Aufenthalt soangenehm als möglich zu machen. Wie dankbar dieseraber auch die Bemühungen des Abts anerkannte, so fand