111ihr glauben, daß ihr Gott ein wohlgefälliges Werk thut,wenn ihr Mitglied des Conventes werdeDa neigte sich Eberhard vor dem Abte, fügte sichin dessen Willen und ging mit ihm zum Kloster, wo dieOrdensbrüder, ungläubig wie ihr Abt, den Hochgebornenmit großem Erstaunen in seiner Hirtenkleidung empfin-gen. Wenige Wochen des Lernens reichten hin, ihn fürdie Weihe vorzubereiten, die unter dem Zulaufe derganzen Gegend mit Pomp und Feierlichkeit in derselbenKirche vollzogen wurde, wo Adolph in stiller Nacht dieWaffenwache gehalten hatte. In dem neuen Ordens-kleide leuchtete er allen Brüdern als ein hohes Musterder Frömmigkeit, woran sie sich erbauten und ihm nach-ahmten.Als Gert zu Berge ankam und dem Grafen Adolphberichtete, daß sein Bruder Eberhard zu Morimondwiedergefunden sei, wo er auf einem Meierhofe dieSchweine hüte, ergriff diesen eine unaussprechliche Freude.Sogleich ließ er die Pferde satteln und ritt mit reichemGefolge hinab nach Lothringen und an die Grenze derChampagne, wo er nach siebenjähriger Trennung seinenBruder als Mönch im Kloster Morimond wiederfand.Wer beschreibt das Glück und die Freude, als sie sichnach so langer Zeit wieder sahen und in die Arme schlossen!
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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111
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