105erhalten habe, und daß er Seele und Leib dem Teufelübergeben wolle, wenn dies nicht sein lange beweinterGraf Eberhard sei.Während Gert noch immer den Hirten um Ver-gebung anflehte, ſprengten die beiden andern Knappenzurück in den Wald und berichteten den Rittern, daßsie ihren Herrn Eberhard selbst und leibhaftig in Gestalteines Sauhirten angetroffen hätten.Solches Bubengerede wollte der Anführer nichtgelten lassen, da er es für eine schlechte Erdichtung hielt,und er hob sein Schwerdt, um den Spöttern einenblutigen Lohn zu geben; aber sie betheuerten ihre Aus-sage mit einem Eide und forderten die Ritter auf, ihnenzu folgen.Ungläubig zwar, doch neugierig schwangen sich die-selben auf die Rosse und sprengten dem Orte zu, woGert sich noch immer mit dem Hirten nicht verständigenkonnte.Kaum waren sie dort angelangt, als auch sie denGrafen erkannten und ihm ihre Huldigung darbrachten.Die Beharrlichkeit im Leugnen konnte sie nicht desGegentheils überzeugen, denn sie kannten dieses edeleGesicht allzuwohl und die Narbe auf der Stirne hobjede Ungewißheit auf.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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105
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