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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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104
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104Holla! schrie er den Hirten an,armseligerSauhüter, auf und beuge deine Knie vor dem Abge-sandten des Grafen von Berge! Hörst du, zerlumpteDreckgestalt, die sich von den Säuen an Reinlichkeitbeschämen läßt? Erhebe dich, Ritter von der gespal-tenen Sauhufe und zeige uns den Weg. Plötzlichstockte ihm das Wort im Munde, denn der Hirt hattesich erhoben und zu dem Sprechenden umgewandt, ihmein Antlitz gezeigt, daß er nimmer mehr wiederzusehenglaubte, und am wenigsten unter dem Gewande einesSchweinehirten. Er stieß einen grellen Schrei aus, sankauf seine Knice nieder und jammerte:O ich Unglück-licher, mußte ich meinen Herrn Eberhard beschimpfen,den ich mehr liebe, wie meine seligen Eltern! Aber wiekonnte ich glauben, daß ich meinen Herrn in so niedererKnechtsgestalt wiederfinden werde? O gnädiger Herr,laßt mich Gnade finden vor euren AugenWeinend und jammernd rutschte er zu dem Hirtenheran und umfaßte dessen Knie.Eberhard stellte sich, als ob er Gert nicht verstehe;aber auch die beiden andern Knappen erkannten ihrenHerrn und betheuerten, daß er es sei. Gert aberschwur einen heiligen Eid, daß er die Narbe, die querüber die Stirne lief, in der Schlacht von Morimond