101gehört, weil Eberhard mit so eindringlichen Wortendagegen eiferte, daß sie auch bei den Rohesten Eingangfinden mußten. Dabei war es zu verwundern, welchemoralische Kraft er über die verkommenen Gemütherhatte: War bis dahin der Schweinehirt auf dem Meier-hofe immer ein Gegenstand der Verachtung und die Ziel-scheibe des Witzes gewesen, dem man mit höhnischenWorten und Fußtritten antwortete, so wurde er jetztein Gegenstand der Verehrung, dem man mit Folgsam-keit entgegenkam.In's siebente Jahr hinein hütete er im ärmlichstenAnzuge und unter unerträglichen Entbehrungen die Schweine,als eine Wendung in seinem Leben eintrat.In dem Walde bei Morimond hielten einst einigeRitter, Lehnsleute Adolph's, mit ihren Knappen undSchildträgern Rast, indeß die Rosse im hohen Graseweideten. Ihr Anführer war durchaus nicht bei guterLaune, denn auf ihrer Sendung zum Könige von Frank-reich waren sie vom Wege abgekommen und Niemandwußte nähern Bescheid zu geben.Unter den Knappen befand sich ein lustiger Kumpan,der sich nicht viel aus der Verlegenheit des Anführerszu machen schien, sondern lustig in die Büsche hinein-
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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101
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