100doch das Opfer, welches er um Gotteswillen brachte,für ihn ein Born von Glückſeligkeit.Von diesem Tage an ruhte ein stiller Segen aufder Heerde; nie verlief sich ein Schwein, die Zahl warimmer vollständig, und obschon sie über allen Begrügediehen, so waren doch die jungen Pflanzen in denWäldern nie so geschont worden. Die ungefügigen Thiereschienen unter seinem Hirtenstabe sich zu veredeln unddie ekeln Gewohnheiten abzustreifen, die uns das Schweinvor allen andern Thieren widerlich machen.Sein Lager war auf einer Erhöhung im Schweine-stalle und um nichts besser, als das der Thiere, dieunter seiner Obhut standen.In der Nacht, wenn Thiere und Menschen im festenSchlafe lagen, stand er auf, zog das härene Bußgewandvon seinem Leibe und geißelte sich, daß das Blut indicken Tropfen am Körper herunterlief, er aber achteteder Wunden nicht, die das harte Bußhemd täglich vonNeuem aufriß und seinen Leib zu einer einzigen Eiter-beule machten.Auf dem Meierhofe aber ging seit Eberhards An-wesenheit nach und nach eine sehr heilsame Veränderungvor. Das Fluchen und Schwören der Knechte, dasehemals alle Tage geschah, wurde immer weniger
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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