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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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99Alsbald führte er ihn hinaus in den Wald, woeine große Schaar von Säuen unter den Eichbäumenund in den Morästen wühlte.Gebt mir wohl Achtauf die Thiere, sagte der Bauer,und sehet zu, daßkeines fehlt, wenn sie des Abends in den Stall gezähltwerden; denn beim Verlust eines einzigen Stückes müßt"ihr den Dienst verlassen.Eberhard versprach, ein guter Hüter zu sein undsetzte sich auf einen Wurzelstumpf, von wo er die ganzeHeerde überschauen konnte.Da ſaß nun der hochgeborne Graf und gotterge-bene Mann, als Schweinehüter, eine Stellung, die vonseltener Demuth und Selbstverleugnung ein erhabenesZeugniß ablegte. Der niedrigste Arbeiter auf dem Hofe,wenn er auch seinen Schweiß für einen Fremden vergoß,hatte doch wenigstens irgend einen Quell stiller Freuden,indem er sah, wie die von ihm ausgestreute Saat empor-keimte, grünte, blühte und Früchte brachte; Eberhardaber war gar nichts geboten, was ihm die geringsteFreude an seinem Dienste gewähren konnte, denn dieeinzig mögliche, die Anhänglichkeit, ist wohl bei Schafen,niemals aber bei Schweinen zu finden. Aber wenn ihmauch sein Amt keine Freuden bringen konnte, so war7*