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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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94glaubt und ertheilte ihm mit frohem Herzen die Los-sprechung von seinen Sünden und Fehltritten, ohnewelche hienieden ja Niemand ist.Mit verklärtem Antlitze betrat Eberhard wieder dieKirche und betete, bis sich die Sonne zum Untergangeneigte, dann nahm er sein Nachtlager, wie immer, unterdem Portale und überlegte, was nun ferner zu thun sei.Seine Seele war jetzt rein und sündenlos und erhätte wohl füglich zu seinem Schlosse Berge zurückkehrenkönnen; aber in seiner Seele stand der Gedanke fest,nie wieder im Glanze des Ritterthums zu leben, sondernin tiefster Demuth und niedriger Knechtsgestalt Gott zudienen.Wahrlich, wer eine stolze Burg, wer reiche Güterund mächtige Vasallen, wer Ruhm und Scepter frei undohne Schwanken gegen ein Bettlerkleid vertauschen kann,einzig aus der Absicht, Gott dadurch ein wohlgefälligesOpfer zu bringen, der ist ein wahrhaft großer Mann!Stellt mir die großen Helden der Geschichte, wovon dieHerzen der Jugend überschwellen, welche der Mund desehrers nicht hoch genug rühmen kann, denen die NachweltDenkmäler und Bildsäulen setzt, stellt sie neben diesen,unsern bergischen Eberhard, und ihre Größe schrumpftvor ihm zusammen, wie der Schnee an der Sonne.