93Aber täglich pilgerte er zu den Gräbern der beidenApostel Petrus und Paulus, in der Hoffnung, den hei-ligen Vater zu sehen, ihm seine Sünden zu beichten undVerzeihung von ihm zu erhalten.Eines Tages, als er wieder in Schmerz und Thrä-nen versunken, hier auf den Knieen lag, fügte es derFinger Gottes, daß Papst Paschalis II., der damalsauf dem Stuhle des heiligen Petrus saß, in die Kirchekam, um sein Gebet zu verrichten.Er sah den frommen Pilger auf dem Grabe derApostel liegen und empfand zu demselben eine innigeZuneigung. Ein Geistlicher dieser Kirche hatte des Pap-stes wohlgefällige Blicke kaum bemerkt, so flüsterte erdem Pilger ins Ohr, daß der heilige Vater anwesendi, nach dessen Antlitz er so oft verlangt habe.Eberhard sprang auf und suchte im Kreise umher:sein Auge blieb auf der Gestalt des Papstes haften, dennsein Herz sagte ihm, daß dieser der Statthalter Christi sei.Sogleich warf er sich ihm zu Füßen und flehte umdie Gnade der Beichte.Gern gewährte der Papst die Bitte des frommenMannes und ließ ihn in die Sakristei führen, wo sieüber eine Stunde allein blieben. Der Papst fand ihngerechter als Manchen, der der Buße nicht zu bedürfen
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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93
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