89Eberhard, um ihn von der richtigen Fährte abzu-lenken, erzählte ihm mit verstellter Stimme, daß dieLeute von einem Ritter gehört hätten, der in einer Ent-fernung von mehreren Stunden von hier seine Rüstunggegen ein Knechtskleid umgetauſcht habe, vielleicht mögees der Geſuchte ſein.Der Reiter ließ sich die Richtung genau bezeichnen,in welcher die Hütte lag und sprengte davon.Das war für Eberhard ein Wink, nicht zu langemit dem Aufbruche zu zögern, deshalb kehrte er raschzur Hütte zurück, rief die Bauersleute zu sich und sprach:„Ihr habt mich treu gepflegt und verdient dafür einenreichlichen Lohn, hier ist ein Beutel mit Kostbarkeiten,der genug enthält, um euch für alle Zeit der Sorgeund der Arbeit zu überheben. Nehmt ihn! Nur eineswill ich noch für mich haben. Besorget mir ein härenesHemd, Mantel, Hut und Stab, wie es die Pilger zutragen pflegen, wo möglich alt und unansehnlich; denUeberschuß behaltet für euch.Die guten Leute zerflossen in Thränen des Dankesund zur Stunde ging der Mann hinaus, um in einem.der benachbarten Klöster die gewünschten Kleidungsstückeaufzusuchen.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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89
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