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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
85
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85Feinde sind von der Wucht deines Fasses zu Boden ge-fallen. Aber nun suche deine Mordkeule wieder, dennjener lange Ritter dort will mich mit der gewaltigenStreitaxt tödten. Hu, da fällt sie nieder! Mein Hirn-schädel ist zerschmettert!Ein banger Schrei folgte, dann schwieg er eineWeile; endlich ergriff er abermals ihren Arm undflüsterte:Gert, mein treuer Knecht, ziehe mir die schwereRüstung aus, denn ich ersticke. Gieb mir Knechtskleidungdaß ich zum heiligen Vater walle und Vergebung meinerSünden erlange. Aber schwöre mir, daß du dem Grafenmeine Flucht nicht verräthst!Nun merkten die Leute wohl, daß sie unter ihremDache einen vornehmen Mann verpflegten und sie ahn-ten, daß es einer der Ritter aus der Schlacht bei Thal-dorf sei. Hätten sie darum ihren Eifer noch erhöhenkönnen, so würden sie es gewiß nicht unterlassen haben.Das Wundfieber wüthete fürchterlich im Körper desKranken, endlich war seine Kraft erschöpft und vieleTage zeigte sich kein Lebenszeichen.Der Tod schwebte unaufhörlich über seinem Lagerund die guten Leute hielten jede Nacht für seine letzte;aber Gott hatte es anders beschlossen; Eberhard sollte