84Vor Angst schrie sie so laut auf, daß ihr Vatermit einem Beile herzugelaufen kam, weil er glaubteTherese sei von einem wilden Thiere angefallen worden.Da er aber den Verwundeten sah, wurde er von Mit-leiden ergriffen, nahm ihn auf die Schultern und trugihn in ſeine Hütte.Sein braves Weib war sogleich zur Pflege bereitund schüttete das harte Lager zurecht, welches sonst ihrund ihrem Manne zur Rast diente.Wochenlang saß sie an seinem Bette, verband dieimmer wieder von neuem aufbrechende Wunde, netzteseine brennenden Lippen mit Wasser und legte ihm daskranke Haupt wieder zurecht, wenn er in der Fieberhitzejählings emporfuhr.Die Leute erschracken nicht wenig über seine wildenPhantasieen, wenn er in höchster Erregung ausrief:„Drauf und dran! Berge rohmerike! Alir, vorwärtsin den Feind! Rasch die Speere eingelegt! Ha, wiedie Pfeile schwirren, wie die Bolzen fliegen! Nimm die-ses, stolzer Lothringer, es ist eine deutsche Faust, diedir es bietet!“Einmal ergriff er den Arm der Bäuerin und sprach:„Gut, Gert, mein treuer Knecht, du verdienst, ein Ritterzu werden! Recht so, das war ein Wurf, zwei, drei
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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