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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
81
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81und Gnade zu erflehn. Wozu also diente mir dieRüstungDa öffnete der Bauer seine Thüre und führte denRitter hinein, daß er sich an Speise und Trank erquickeund die Rüstung ablege.Bald war der Tausch geschehen und Eberhard inder leichten Kleidung verließ die Hütte, um seine Wan-derung fortzusetzen, obschon der Bauer ihn fast auf denKnieen anflehte, zu bleiben, bis die Sonne aufginge.Mit leichtern Schritten ging er im Walde vor-wärts, im Herzen froh, daß er die schwere Rüstungdie ihm auf seiner Pilgerfahrt nur hinderlich sein konnte,los war; doch beschlich ihn jetzt plötzlich der Gedanke,die bei dem Bauern zurückgelassenen Gegenstände könn-ten seinem Bruder die Richtung des Weges verrathen,der nicht säumen würde, ihn überall zu suchen; darumänderte er noch einmal die Richtung und schritt weiter.Die Wunde auf der Stirne begann jetzt so starkzu brennen, daß der ganze Kopf wie in einemFeuer glühte, welche Gluth sich über den Körper ver-breitete und ihm die Bewegung des Gehens sehr er-schwerte.Zuletzt konnte er seine Glieder nicht mehr fort-schleppen, sondern sank am Fuße eines dicken Eichbaumes