78men. Gehe also, und sei meinem Bruder so treu, wiedu es mir gewesen.“Nun warf sich der Knecht auf die Kniee und weinteso bitterlich und laut, daß der Ritter fürchtete, mankönnte es hören und ihn entdecken, darum sprach er inbarschem Tone: „Gert, ich befehle dir aufzustehen undhinwegzugehen, ohne dein Antlitz zu wenden und rück-wärts zu ſchauDa stand Gert auf, küßte die Hand seines Herrnund schwankte hinweg, immer noch laut schluchzend. Alsihm aber der Ritter zurief, er dürfe auch nicht weinen,da er sonst bei seinem Bruder Verdacht errege, so unter-drückte er gewaltsam sein Schluchzen und ging hinweg,ohne sich umzuwenden.Als seine Gestalt in der Dunkelheit verschwundenwar, stand Eberhard auf, drehte sich um und wanderteauf gutes Glück, ohne zu wissen, wohin er gelange, vor-wärts. Bald nahm ihn ein dunkles Gebüsch auf, woer sich an einen Baum lehnen und die Nacht im Gebetezubringen wollte; aber er war noch nicht weit gegangen,so hörte er von Ferne Pferdegetrappel und Waffengeklirr.Vorsichtig versteckte er sich an der Seite des Wegesin das dichte Gebüsch, um nicht gesehen zu werden.Kaum war er damit zu Stande gekommen, so nahten
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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78
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