75festen Entschlusse, dem Ritterstande zu entsagen unddurch Buße und Pilgerfahrten seine Sünden zu sühnen.Gert!“ sprach er, „die Schlacht ist geschlagenund die Bergischen haben sie gewonnen, so glänzendund unbestritten, wie je eine gewonnen worden ist.Auch du hast dich als wackerer Streiter gehalten undwärest der goldenen Sporen werth, besser als Mancher,der sie bloß seiner hohen Geburt zu verdanken hat.Ich selbst würde nicht zögern, dir die drei heiligenSchläge zu ertheilen, wenn meine Augen noch schauten,wie sie vordem geschaut, wenn der Herr in meinemGeiste nicht ein Licht angezündet hätte, das die Dingevon ihrer rechten Seite beleuchtet. Morgen wird mankommen und uns mit Ehren überhäufen wollen, dochwerde ich nicht da sein, ihre Huldigungen zu empfangen.„Fast erschrocken blickte Gert seinen Herrn an; denner hatte sich die morgigen Scenen schon alle im Geisteausgemalt und dabei seinem geliebten Herrn die Haupt-rolle zugedacht. Schon im Voraus hatte er sich gefreut,beim Schmettern der Trompeten mit seiner ganzen Kraftzu rufen: „Berge rohmerike!“ Heimlich hatte erauch für sich einen kleinen Theil der Ehren aufgespartund nun sollte aus all dem Prunke nichts werden.Was seine Person anging, so hätte er am Ende deß-
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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75
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