74Herrliches sie noch hätten ausführen können, wenn sienicht das Schwerdt dahingerafft, wenn sie der Todnicht im kräftigen Jünglings= und Mannesalter abbe-rufen. Und auch ich, dachte er, habe in dieser SchlachtManchen getödtet, der ohne mein Schwerdt noch dasLeben hätte. O, ich bin ein Mörder, der den Körpervernichtet und die Seele zum Erscheinen vor Gottnöthigt, ehe sie zu diesem schweren Gange vorbereitet sind.„Ja, barmherziger Gott, ich bin ein Mörder, ich4habe Leiber und Seelen getödtet.Diese qualvollen Gedanken, in Vereinigung mitseiner körperlichen Mattigkeit und Schwäche brachten beiihm einen äußerst kläglichen Zustand hervor; er hieltsich nicht mehr würdig, ein Ritter zu sein, da er durchTödtung der Unschuldigen die Pflichten dieses Standesverletzt habe.Dunkle Gedanken an Sühne und Buße stiegen inseinem Herzen auf und er setzte sich auf's Gras, den-ſelben nachzuhängen.Je mehr er der Uebel gedachte, die jeder Kriegmit sich bringt, desto mehr verabscheute er einen Stand,worin Krieg die vornehmlichste Beschäftigung war; seinWollen klärte sich nach und nach und er kam zu dem
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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74
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