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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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70immer offen zum Geben, muß tapfer, sein Herz furchtlossein; er muß in der Frömmigkeit leben und für den Glau-ben und die Kirche sich jeder Gefahr aussetzen, die Diener der Kirche, die Wittwen, Waisen und Schwachenschützen; er darf weder einen ungerechten Krieg beginnen,noch an einem solchen Theil nehmen; er soll für dieSache eines Unschuldigen den Zweikampf nicht scheuen,aber bei den Turnieren seine Waffe nie zum Ernstewenden. Dem Kaiser soll er Gehorsam leisten, denStaat in seiner Macht erhalten helfen und untadelhaftvor Gott und den Menschen leben in dieser Welt.Und nun, da ich dir die Pflichten eines Ritters vorge-halten, frage ich dich:Willst du ein Ritter werdenAdolph erhob sein Haupt und sprach laut und ver-nehmlich:Ich will, und schwöre, nach diesen Regeln zulebenSo du dieses thust,entgegnete der Abt Waltherwirst du zeitliche Ehre verdienen und nach diesem Lebenin den Himmel kommenJetzt nahm Wallram das geweihte Schwerdt vomAltare und gab dem Knieenden drei leichte Schläge mitdemselben, einen auf die rechte, einen auf die linkeSchulter und einen auf den Hals, wobei er sprach: