69Abt zu ihm und führte ihn zurück in die Zelle, woriner gestern verweilt hatte.Alle Väter des Klosters waren in der Kirche ver-sammelt, die Glocken tönten und einzelne Landleute, beidenen die Neugier die Furcht wegen des Kriegsgetüm-mels überwog, kamen herbei und stellten sich erwartungs-voll an die hohen Pfeiler; bald nachher füllte sich derganze Raum mit Rittern, Knappen und Kriegsleuten, sodaß er nicht ausreichte und ihre viele vor der Thüreim Freien stehen mußten.Der Meßner zog die Schelle und zur Seitenthürherein schritt Adolph, das blanke Schlachtschwerdt amHalse tragend. Der Abt trat herzu, band es los undlegte es auf den Altar, Adolph bedeutend, daß er anden Stufen desselben niederknieen möge. Indeß der Abtden auf dem Altare liegenden Panzer, den Helm, dieHandschuhe, die goldenen Sporen, Schwerdt und Lanzemit dem Weihwasser besprengte, trat Graf Wallram vonLimburg vor und hub nach Beendigung der Weihealso an:„Adolph von Berge, du willst in dieser Kirche zumRitter geschlagen werden, darum höre, was die hoheRitterschaft von jedem ihrer Mitglieder erwartet. DerRitter muß freigeboren und großmächtig, seine Hand,
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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