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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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68Die andauernde Aufregung seines Geistes hatteseinen Körper erschlafft, und die Einfamkeit des Tempelsbrachte ihm einen sanften Schlummer, in welchem dieholdesten Bilder des Ritterthums vor seiner Seeleauftauchten.Endlich weckte ihn ein Geräusch in der Kirche; erermunterte sich und gewahrte einen langen Zug von weißenGestalten mit brennenden Kerzen in den Händen. Eswaren die Chorherren, die zur Abhaltung ihrer nächt-lichen Andacht, mit dem Abte Walther an der Spitze.auf die Emporkirche zuschritten. Bald leuchteten alleRäume der Kirche im schimmernden Lichte der hohenWachslichter und der Gesang der Mönche scholl wie einheiliger Friedenshymnus zur Wölbung empor. Adolphkannte weder die heiligen Lieder, noch die sanften himm-lischen Weisen, dennoch war es ihm, als müsse er inden Gesang einstimmen, denn es lag etwas ungemeinGläubiges und Zuversichtliches darin, welches mit seinenGefühlen ganz übereinstimmte.Die Mönche verschwanden, wie sie gekommen warenund Adolph blieb mit seinen Gedanken und Träumenwieder allein, bis der erste Strahl des Morgenlichtsdurch die hohen Bogenfester brach. Da aber trat der