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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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67das Kleid eines Heiligenbildes in raschelnde Bewegungsetzte. Zuweilen tönte der häßliche Schrei einer Eulevom Kirchthurme und gab an den hohen Gewölben einlangsam hinsterbendes Echo; der Nachtwind schlug vonZeit zu Zeit an die Fenster und versetzte sie in einklirrendes Zittern; aber Adolph's Herz war frei vonjeder ängstlichen Regung; er dachte nur an das Glück,welches ihm am nächsten Tage bevorstand, und an diePflichten, welche ihm der neue Stand auferlegte.Seine Seele löste sich auf in Gebet und Betrach-tung und er faßte an der heiligen Stätte den festenEntschluß, ein Ritter im ächtesten Sinne des Wortes zuwerden. Nach diesem Entschlusse zählte er sich die ein-zelnen Verpflichtungen her, welche die neue Würde vonihm heischte, und ein heiliges Feuer ergriff ihn, als ergedachte, wie er mit seinem Schwerdte die Armuth und dieUnschuld, die Wittwen und die Waisen beschützen wolle.Er streckte die Hand aus, legte sie auf den Grabstein,auf welchem er sich befand und sprach:Bei den Gebei-nen des Heiligen, die unter diesem Steine schlummern,gelobe ich, ein treuer Ritter zu werden, so wahr ichwünsche, daß der Herr mich selig mache! Im Aufflackernder ewigen Lampe blitzte sein Auge und seine hochge-rötheten Wangen zitterten von innerer freudiger Erregung.