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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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66Nachdem dieses vorüber war, brachten die frommenBrüder des Klosters eine Wanne, mit Wasser und köst-lichen Gewürzen angefüllt, worin er in Beisein von Zeu-gen ein Bad nehmen mußte, zur Erinnerung an dieTaufe, die bei seinem Eintritte in die Welt an ihmvollzogen worden.Dieses geschah kurz vor Eintritt der Nacht; alssie völlig hereingebrochen war, führten ihn die Mönchein die Kirche und setzten ihn über dem Grabe einesHeiligen nieder, wo er während der Nacht die Waffen-wache halten mußte.Mitten vor dem Altare hing die ewige Lampe,deren schwaches Flämmchen ihre dünnen Strahlen indas weite Schiff der Kirche und zu dem Grabe sandte,worauf Adolph die Wache hielt. Zuweilen flackerte sieetwas höher auf und ließ die Heiligenbilder an denWänden und Pfeilern in einer riesigen Größe erscheinen.Mancher hätte sich in der schweigenden Nacht, undden langen Hallen gefürchtet, und es war in der Thatin dieser wesenlosen Einsamkeit schaurig genug; denndas Schweigen in dem weiten Raume wurde nur zu-weilen von einem langen, seufzerähnlichen Luftzugeunterbrochen, der kalt und geisterhaft an den Säulenund Kapitälern vorbeistrich und hier einen Kranz, dort