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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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62lassen und achtete nicht des Weges, den sein Thierum das Lager machte. Jetzt zeigte sich auf dem muthigenHengste auch sein Sohn.Der Graf ritt auf ihn zu und sprach:Gestern,mein Sohn, hast du dich deiner Ahnen würdig gezeigtund ich gehe eben mit dem Gedanken um, wie ich dichdafür belohnen soll. Reite in's Lager und rufe deinenOheim Eberhard herbei, denn so es ihm Recht dünkt,sollst du von seiner Hand morgen zum Ritter geschlagenwerden.Adolphs Antlitz verklärte sich, er beugte ein Knievor dem Vater und stammelte einen tiefgefühlten Dankdann sprengte er in's Lager, um den Oheim zu holen,kam aber bald mit der Nachricht zurück, daß dieser nichtdort sei und daß ihn seit gestern Abend Niemand ge-sehen habe.Dieser Umstand beunruhigte den Grafen zwar nichtsonderlich, da er des Abwesenden Weise kannte, der dieEinsamkeit liebte und vielleicht einen Ritt nach irgendeinem Kloster gemacht hatte, um in der frühen Morgen-stunde zu beten und Gott für den errungenen Sieg zudanken; dennoch war es ihm unangenehm, daß er jetztnicht den Bruder zur Seite hatte, ohne den er nie einwichtiges Geschäft unternahm.