63Unterdeß war es im Lager lebendig geworden undAdolph ließ durch das Kriegshorn alle seine Mannen ver-sammeln. Auch der Graf Wallram von Limburg kammit den seinigen herbei, und Ritter, Knappen und Troßschaarten sich in einem weiten Kreise um die beiden Edeln.Als das Geräusch des Aufstellens sich gelegt hatteund ringsum Ruhe herrschte, trat Graf Wallram vorund sprach mit lauter Stimme:Unter allen Knappen, die gestern die ruhmreicheSchlacht mitgeschlagen, hat keiner eine solche Unerschrocken-heit, solchen Heldenmuth und solche Tapferkeit bewiesen,wie Adolph von Altena und Berge; darum er-achten es sowohl die Ritter, als der Vater des Tapfernfür Pflicht, ihn in den Stand der Ritter aufzunehmen,und wir haben die Mannen vereinigt, um ihn nach demKloster Morimond zu begleiten, wo er sich zu dermorgigen Feier vorbereiten wird.Alle Speere und Schwerdter senkten sich gegenden jungen Adolph, die Luft erdröhnte vom bergischenFeldgeschrei: „Berge rohmerike!“ und der Zug setztesich gegen das Kloster in Bewegung.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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