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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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61Graf Adolph allein, an das Leben auf dem Schlacht-felde und alle dabei nothwendige Vorsicht gewöhnt, gingnicht zur Ruhe, denn er fürchtete einen nächtlichenUeberfall der geschlagenen Lothringer, wobei leicht alleerrungenen Vortheile verloren gehen konnten. Hoch zuRoß und mit der blutbefleckten Rüstung bekleidet, ritter langsam mit entblößtem Schwerdte um das Lager,sah nach den Wachen und lauschte in die Ferne. Aberüberall herrschte Ruhe und Mondenschein. In einerEntfernung von fast einer Stunde gewahrte er auf einemHügel eine Reihe von Feuern, die er für die Lagerfeuerder Feinde gehalten haben würde, wenn ihre Zahl größergewesen wäre. Als aber derselben immer mehr auf-tauchten, da wurde es ihm zur Gewißheit, daß sie dortnach der blutigen Flucht ruhten; darum lenkte auch ersein Roß in's Lager, warf die schwere Rüstung ab undwar bald in Schlaf versunken.Die Sonne stand am nächsten Morgen bereits in vollemGlanze am Himmel, aber die Heere lagen noch in tieferRuhe. Graf Adolph allein war schon wieder zu Rosse undritt im weiten Kreise um die Schlafenden. Doch weiltesein Geist nicht bei ihnen, ein ernster Gedanke schienihn zu beschäftigen, denn in stillem Sinnen verloren,hatte er die Zügel des Rosses auf dessen Mähne sinken