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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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56Bald hatten sie die Tapfern erreicht und schlugenihre Schwerdter auf den Panzern stumpf. Da hieltder Tod eine reiche Erndte von Lothringischen Rittern.Aber Eberhard hatte den Zorn des Feindes im höchstenMaaße auf sich gezogen und sie umlagerten ihn beständigin hellen Haufen. Fast war sein Arm von der andau-ernden Blutarbeit erlahmt, als ein Ritter mit erhobenerStreitaxt auf ihn eindrang und sie mit einem weithin-schallenden Gebrülle auf seinen Helm fallen ließ. Eber-hard parirte den Streich, aber der mächtige Schlagwarf ihm das Schwerdt aus der Hand.Gert drang mit seiner Mordkeule auf den Ritterein, wurde indeß rücklings zu Boden geworfen, und eheEberhard seine Streitaxt vom Sattelknopfe lösen konnte,fiel ein zweiter Schlag, der ihn niederschmetterte. SeinRoß wurde tödtlich am Kopfe getroffen und sank mitder schweren Rüstung auf den besinnungslosen Herrn.Gert hatte sich unterdeß wieder erhoben und sahden geliebten Grafen wie todt am Boden liegen; dastieg ein fürchterlicher Grimm in seinem Herzen auf under würgte die Worte hervor:Hier will ich sterben oderden Tod meines Herrn rächen, so wahr Gott imHimmel lebt