Druckschrift 
Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
57
Einzelbild herunterladen
 

57Zunächst faßte er den Ritter in's Auge, der trium-phirend auf den Gefallenen herniederschaute.Du mußtterben! schrie er,denn du hast meinen Herrn er-schlagen! Mit diesen Worten griff er dem Pferde indie Zügel und warf das schwere Thier wie einen Ballherum. Der Ritter schlug mit der Streitaxt nach ihmund hätte ihm unfehlbar den Kopf zertrümmert, wäreGert weniger gewandt gewesen. Im Nu kroch er unterdem Bauche des Pferdes hindurch, kam auf der andernSeite wieder zum Vorscheine und versuchte, den Ritteran den Beinen aus dem Sattel zu ziehen, was ihmindeß nicht gelang.Dieses unnütze Bemühen verdoppelte seine Wuthund er schwang in schnellen Schlägen seine Mordkeule,die Beinschienen des Ritters wie einen Amboß bear-beitend, aber der Ritter hielt sich im Sattel. Daschleuderte er ihm die Keule nach dem Kopfe, stütztesich mit den Händen auf des Pferdes Hüften undschnellte sich mit einem raschen Schwunge auf das Thierhinter den Ritter.Berge rohmerike! schrie er,umfaßte seinen Feind mit beiden Armen, zog ihn rück-wärts zu sich hinüber, riß ihm die Streitaxt aus derFaust und zerschlug ihm den Helm und das Haupt, daßdas Blut in Strömen über die Rüstung floß. Das