55das Gerassel der Schwerdter übertönte.Dieses Rufenund die Schläge kamen von Gert, der sich unter denBäuchen der Pferde durchwand, plötzlich auftauchte undseine mörderische Waffe handhabte.Bald befanden sich die drei Bergischen mitten indem feindlichen Haufen und wurden von allen Seitenbestürmt; aber die beiden Schwerdter und die Mord-keule fuhren so blitzschnell im Kreise herum, daß Nie-mand sich nahen konnte, vielmehr mit jedem Schlage einAngreifer zu Boden sank. Doch eben dieses war ihrVerderben, denn bald umgab sie der Hügel der Erschla-genen so dicht, daß sie keinen Raum zur Bewegungfanden und ihre Waffen nicht frei handhaben konnten.Da ward die Bedrängniß groß; die Pfeile schwirrtenwie ein Regen um Eberhards Haupt und die Lanzendrangen in solcher Anzahl auf ihn ein, daß es vonWeitem aussah, wie ein Feld von übergebeugten Aehren.Adolph der Vater, gewahrte seines Bruders Nothund mit dem donnernden Feldgeschrei: „Berge rohme-rike!" stürmte er mit seinen Rittern daher, daß derBoden unter den Hufen der Pferde erzitterte und daßsie Alles über den Haufen warfen, was auf ihremWege lag.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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55
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