54schmetterte und in den geschlossenen Reihen die Pferdezum Stolpern brachte.Ohne den glücklichen Wurf, der unter den Anstür-menden große Unordnung hervorrief, möchte es den Ber-gischen schlecht ergangen sein; jetzt aber wurden sie auf-merksam und legten die Speere ein. Der Stoß warvon beiden Seiten so gewaltig, daß Freunde und Feindewankten, dann aber wieder wie eine Mauer standen.Vergebens suchten sie eine Gasse zu brechen. Zurückging es zum neuen Angriff und Eberhard hob mit sei-ner deutschen Faust einen Lothringischen Riesen aus demSattel. Die Ritter rückten zusammen, um die Lückeauszufüllen, aber Eberhard faß bereits in der Spalte,warf die Lanze weg und faßte mit beiden Händen seinbreites deutsches Schwerdt. Ha, wie das durch dieHelme fuhr und Köpfe und Arme wegrasirte! Der jungeAdolph wollte bei der ruhmreichen Arbeit seinen Oheimnicht allein lassen, sondern drängte sich ihm nach undtheilte nach rechts und links mit seinem Hammer Schlägeaus, daß tiefe Beulen in die Panzer kamen und dieDarinsteckenden wie in einem Schraubstock zusammen-gepreßt wurden.„Berge rohmerik!“ schrie unaufhörlich eine ein-zelne Stimme und jedem Rufe folgte ein Schlag, der
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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