44Vom Söller des Schlosses herab sah dieser aufdie kriegerischen Haufen, dessen Pferde, vollständig ge-waffnet, in den Wiesen hielten oder den Boden mit denkräftigen Hufen stampften und kampfesmuthig wiehertenund sich bäumten.Sein Herz schwoll vor Freude, als er diese aus-erlesene Schaar sah, und mit froher Seele und freu-digem Kriegermuthe gedachte er des Sieges, den erdamit zu erringen hoffte. Rasch stieg er vom Söllerherab und trat in den Burghof, wo sein Hengst schonim Sande scharrte, wie wenn es ihm zu lange währte,bis er das Schwirren der Pfeile, das Zischen der Schwer-ter vernähme.Er schwang sich hinauf, Gert reichte ihm Schwerdtund Lanze und hinab sauste er den steilen Burgpfad,daß Gert, der doch auch kein schlechter Reiter war, ihmkaum zu folgen vermochte.Sobald die Krieger ihn erblickten, stießen die Spiel-leute in's Horn, ihn kriegerisch zu begrüßen. JederRitter sammelte sein Fähnlein und auf Eberhards Winksprengte der Zug hinweg, daß der aufgewühlte Rasenin die Höhe flog und die Schwerdter in den Scheidenrasselten.
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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