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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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43Manches Schwerdt war stumpf von vieler Blut-arbeit oder verrostet von langer Muße in der Rüstkammer,alle wurden blank und scharf geschliffen. Es war einLeben in Dörfern, auf Burgen und in Städten, wielange nicht.Da gab es viele nasse Augen, denn die Burg-fräulein, die Frauen und Mütter konnten sich nicht tröstenüber den entsetzlich entfernten Krieg in Lothringen undhätten lieber gesehen, daß es daheim drunter und drübergegangen wäre, um nur die Väter und Brüder unterden Augen zu behalten.Aber die tapfern Degen machten wenig Federlesens.schliffen vor wie nach ihre Schwerdter und sagten:NachJerusalem zu den Türken ist noch viel weiter, und werweiß, ob uns der Kaiser nicht bald zu einem KreuzzugeruftAm frühen Morgen des achten Tages zogen aufallen Wegen Ritter mit ihren Fähnlein durch Berg undThal dem Schlosse Berge zu, und auf den Altanen derhohen Burgthürme standen die Edeldamen und winktenmit den naßgeweinten Taschentüchern den Scheidenden nach.Im Thale zu Altenberg aber, am Fuße der BurgBerge, versammelten sich alle die Fähnlein und wartetenihres Grafen, der sie in dem Kriege anführen sollte.