Druckschrift 
Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
41
Einzelbild herunterladen
 

41Als Eberhard den Brief gelesen, leuchtete einkriegerisches Feuer aus seinen Augen. Er warf den auf-geschlagenen Folianten bei Seite und überflog mit einemraschen Blicke die Waffen und Panzer, welche ringsuman den Wänden hingen. Dann stieg er hinab in denBurghof und ließ den Thurmwart dreimal in's Hornstoßen, daß es von den alten Mauern wiederhallte.Aus den Gemächern und Ställen stürzten Knap-pen und Knechte herbei und versammelten sich um denGebieter, dessen Befehle zu empfangen.Eberhard erhob seine Stimme und sprach laut undvernehmlich:Die Zeit der trägen Ruhe ist vorüber, dieStunde des Kampfes hat geschlagen. Wir müssen unsin Eisen kleiden, um den Herzog von Brabant in seinemeigenen Lande zu schlagen und zu besiegen. Auf, werfteuch auf die besten Renner und traget diese Botschafthinaus an alle Grafen und Ritter, die meinem Scepterunterworfen sind. Saget ihnen, daß sie ihre Mannenaufbieten und sich heute über acht Tage in der Früheda unten im Thale versammeln. Du, Gert, reitest in-deß nach Altena und bringst meiner Schwägerin meinenRing, daß sie die Lande regiere, bis ihr Gemahl undich siegreich aus dem Kampfe zurück sind