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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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37von dem draußen harrenden Volke noch lauter und an-haltender wiederholt wurde.Jetzt celebrirte der Erzbischof die Messe, wobei ihmBruno, der Probst von St. Gereon, des Grafen AdolphSohn, ministrirte.Nach der Messe wurde ein großes Bankett gehalten,zu welchem alle Edelen und Geistlichen geladen waren.Eberhard und Adolph, so wie Graf Arnold von Cleve,die auf dem herrlichen Turnier, welches Lothar im Jahre1119 zu Göttingen veranstaltet hatte, seine Tisch=Nach-baren gewesen waren, mußten auch jetzt in seiner Nähesitzen und er richtete manche Frage an den Probst Bruno,die alle mit Freimüthigkeit und mit so hoher Weisheitbeantwortet wurden, daß Lothar von Stunde an einenoch tiefere Zuneigung zu ihm faßte, wie sie denn auchbis an ihren Tod eng befreundet blieben.Ihr müßtin meinem Rathe sitzen," sprach er,und mir die Händelder Welt schlichten helfen. Bruno verneigte sich gegenden Kaiser und schwieg; aber sein Oheim Eberhard, derimmer große Hoffnungen auf ihn gebaut, mußte sich inden hohen Lehnstuhl zurücklehnen, denn die plötzlicheFreude machte ihn fast schwindeln; und er hörte dieLobsprüche des Kaisers nicht mehr, die dieser über denLehrer des Probstes Bruno zusammenhäufte.