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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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38Gegen das Ende der Mahlzeit erhob sich Bruno,beugte ein Knie vor dem Kaiser und sprach freimüthig:Da der Kaiser einen Blick der Gnade auf mich ge-worfen, so ist es Pflicht von mir, diese Gnade zu ver-dienen, indem ich die Augen des Herrschers auf einentapfern Ritter hinlenke, der, von Heinrich IV. seinesLandes beraubt und vom verstorbenen Kaiser nichtwieder in seine Rechte eingesetzt, alle Hoffnung auf denNeugekrönten ſetzt.Bei diesen Worten erhob sich Gerhard von Jülichvon seinem Sitze und sah den Kaiser bittend an. Lotharstreckte seine Hand aus und sprach freundlich:Ich will,daß heute in allen meinen Landen Freude und Frohlockensei, und darum werde ich Euch, Graf Gerhard, in alleEure Besitzungen mit der Kraft des Schwertes wiedereinsetzen.Es lebe der Kaiser! rief Gerhard.Eslebe der Kaiser! riefen auch alle Ritter und Edeln,und die gewaltigen Humpen mit dem funkelnden Rhein-weine kreisten von Mund zu Mund.Nachdem die Festlichkeiten zu Aachen ihr Ende er-reicht hatten, zog Lothar hinweg und Adolph mit seinemSohne befand sich in seinem Gefolge. Eberhard aberkehrte mit seinen Rittern und Reisigen zurück in seinSchloß Berge und lag den Studien ob.