36unterhielten sich über die morgige Feier und die Ho-nungen, die sie an den neuen Kaiser knüpften.Am andern Morgen in der Frühe läuteten alleGlocken der Stadt und eine ungeheure Prozession ent-wickelte sich und setzte sich nach der Kaiserlichen Schloß-kapelle in Bewegung. Der Zug wurde von zwei Erzbischöfen, acht Bischöfen, vielen Aebten, Rittern undHofministern verherrlicht. In der Schloßkapelle tratErzbischof Friedrich von Cöln im geistlichen Ornate mitStab und Inful dem prächtig geschmückten Kaiser ent-gegen und führte ihn zu dem Altare, auf welchem dieköniglichen Insignien lagen, das Schwerdt mit demGürtel, das Mantelkleid mit den langen Aermeln, dasScepter mit der Taube und die Krone.Indeß die Menge auf den Knieen lag und zumHerrn flehte oder sich auf die Bänke und Betstühlestellte, um die feierliche Handlung desto besser sehen zukönnen, legte der Erzbischof dem Kaiser ein Stück nachdem andern unter den üblichen Reden und Gebeten an,bis er die Krone auf dem Haupte und das Scepter inden Händen trug.Ein lang anhaltendes Jauchzen und Frohlocken derGeistlichkeit und der Ritter erfüllte die Kapelle, welches
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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