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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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26das Thal erreicht und folgten den Windungen der Dhün,die bald sanft über das Grün hinrieselte, bald überschiefriges Felsgestein brauste, bis sie nach Odenthalgelangten, wo der Sage nach die heidniſchen Vorelternihrem Gotte Odin, dem Allmächtigen, einen Altar er-richtet hatten.Weiter ging der Zug bis zu der bergischen StadtMülheim, deren Thore sich weit öffneten, da der geliebteLandesherr einzog. Der Landrichter, der des GrafenStelle als oberster Richter vertreten mußte, hatte, vorhervon der Ankunft benachrichtigt, einen Imbiß bereiten lassen,und der Graf mit seinem ganzen Gefolge zog hinaufin die Wohnung des Voigtes, sich nach dem Ritte zuerfrischen.Während dessen hatte sich eine große Menge Volkesvor dem Hause versammelt, und eine Masse von Bürgernund Freigelassenen schloß sich dem Zuge an, um demHerrn das Geleite zu geben. An den Ufern des Rheinsvorbei ging es auf Deutz zu, wo das Wappen mit derRose wohlbekannt und geliebt war, weil die Grafendort das Schirmherrnamt verwalteten. Die Bürger-kamen herbei, den Landesherren und seinen Neffen ehr-erbietig zu grüßen und bildeten ein weites Spalier,durch welches die Reiter zum Rheine hinzogen.