24scheiden könne. Auf= und abgehend in dem hohen Thurm-gemache vertiefte er sich mit ernstem Sinn in seine Zukunftund die seltsamsten Bilder gaukelten vor seinen Sinnen.Es kam ihm vor, als rausche ihm aus den Eichen desBerges ein Gruß hoher Zukunft für ihn selbst und fürdiese Stätte entgegen. Er öffnete das lange schmaleFenster in der Mauernische und schaute in's Thal hinab,über dem jetzt die Mondscheibe stand und den Bachund die Wiesen mit einem silbernen Schimmer übergoß.Magisch lag es da vor ihm und Baumspitzen, welche zuseinem Fenster hinaufragten, neigten sich flüsternd imHauche des Nachtwindes. Eben jetzt blies der Thurm-wart von der höchsten Spitze Mitternacht und Brunosuchte das Lager auf.Am andern Morgen wieherten und stampften imSchloßhofe muthige Hengste; Knappen und Reiter hieltensie straff am Zügel und sprachen sie liebkosend mit trau-lichen Namen an. Bald kam Eberhard mit seinem Neffendie Schloßtreppe herab und Alle bestiegen die Rosse.Zunächst dem Fallgatter, das jetzt in die Höhe gezogenwurde, waren Knechte in ledernen Wämsern, dann folg-ten die Knappen in Eisen gekleidet, mit Schild, Schwerdtund Streitkolben bewaffnet; hinter diesen die beidenGrafen und zuletzt ein Troß von Reitern und Fußgän-
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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